Neuer Glaubenskurs Herbst 2017

 

 

Der Gemeindebrief Sommer - Herbst 2017

 

Die Gute Nachricht - zuerst!

Liebe Leserin, lieber Leser!

„Liebe Gemeinde, heute ist Weihnachten!“, sei die dümmste Anrede bei einer Predigt am Heiligen Abend, sagte der Theologie-Professor zu seinen Studenten. „Das wissen doch sowieso alle, die in der Kirche sitzen!“ meinte er. „Sie müssen den Menschen sagen, was die Summe der Weihnachtsbotschaft ist!“ -

Ich glaube, er hatte Recht! Aber was ist denn die Summe der Weihnachtsbotschaft?

Für Christen und Nochnicht-Christen möchte ich daran erinnern, dass die Geschichte von der Geburt Jesu im Evangelium des Lukas im 2. Kapitel nachzulesen ist. Diese Geschichte wird in diesen Tagen in allen Kirchen tausendfach vorgelesen. Meine Mutter las sie meiner Familie am Heiligen Abend unter dem geschmückten Weihnachtsbaum vor.

Doch mit den Grundbotschaften der Bibel ist es, wie wenn man um einen großen Berg wandert: Er zeigt sich uns immer wieder neu! Im ganzen Neuen Testament finden wir konzentrierte Worte, die uns auf das große Freudenfest der Christenheit hinweisen. Aus verschiedenen Richtungen und doch ganz auf den Punkt gebracht.

„Gott ist Liebe“, dieses Wort aus dem 1. Johannesbrief, Kapitel 4, Vers 17, ist ein hochprozentiges Konzentrat der Freudenbotschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen. Erkennbar geworden in der Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem und dann am Kreuz, an dem Jesus „für uns“ starb. „Krippe und Kreuz
sind aus einem Holz geschnitzt“, sagt ein alter Spruch.

Doch jetzt müssen wir genauer hinsehen...

Es heißt eben nicht, „alle Liebe sei Gott “, sondern „Gott ist Liebe“! Wie oft haben Menschen schon gemeint - von der erotischen Liebe über die Elternliebe und Kinderliebe bis hin zur Hundeliebe und Blumenliebe –, alles sei irgendwie und im Tiefsten „Gott in uns“.
Das ist ein großes Missverständnis, mit dem wir uns um die Summe der Liebe Gott es zu uns bringen würden! Eine Gefühlsreligion voller Senti mentalität. Keine Blume vergibt mir die Schuld.
Auf den Punkt gebracht: Sehen Sie sich das Kind an, wie es in der Krippe liegt! – So ist Gott selbst zu uns gekommen. Er ist ganz tief in die Welt und in unser Leben herab gekommen.
Das Jesuskind in der Krippe zeigt uns die Nähe und die Zärtlichkeit der Liebe Gott es. Hautnah begegnet Gott uns.

Herzlichst,

Ihr Pfarrer Steffen Schubert