Neuer Glaubenskurs Herbst 2017

 

Advents-GoSpecial - 17.12.2017 um 16.30 und 18.30 Uhr

 

Der Gemeindebrief Sommer - Herbst 2017

 

Trauung

Trauung - Was ist das eigentlich?

Die Ehe ist eine Lebensform, die dem gemeinsamen Leben und der Liebe Halt und Gestalt gibt.
Nach dem biblischen Zeugnis ist sie in der Schöpfung begründet: "Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau?" (Matthäus 19,4)

Die Ehe ist ihrer Natur nach auf Lebenszeit hin angelegt, denn eine so enge Verbindung erträgt keine Einschränkung und Vorbehalte. Sind Menschen einander so nahegekommen wie hier, so kommen sie nicht wieder voneinanderlos, ohne dass im Leben beider etwas zerbricht. Sie sind zu einem gemeinsamen Leben verbunden: Sie werden "ein Fleisch" (1. Mose 2,24).

Die Ehe wird nach evangelischer Auffassung auf dem Standesamt geschlossen. Das bedeutet, dass die Eheleute als verheiratetes Paar in die Kirche kommen, um an diesem wichtigen Punkt in ihrem Leben einen Gottesdienst zu feiern.

Der tiefste Grund für einen Traugottesdienst liegt darin, dass hier das Eheversprechen vor dem Angesicht Gottes, das heißt ganz bewusst in der Verantwortung vor Gott und im Vertrauen auf seine Hilfe gegeben wird.
Im Neuen Testament ist die Ehe auf die Liebe Jesu Christi zu seinem Leib - zur christlichen Gemeinde - bezogen. Die Liebe, die Mann und Frau einander schenken sollen, wird ihnen von Christus geschenkt. Auch die Vergebung, ohne die eine Ehe nicht möglich ist, wird ihnen zugesprochen.

Im Traugottesdienst wird den Eheleuten diese Kraft Jesu Christi im Segen zugesprochen. Dieser Segen ist der tragfähige Grund einer christlichen Ehe.

 

Vorbereitung der Trauung

Wenn Sie in der Emmaus-Kirche evangelisch getraut werden möchten, ist es wichtig, so früh wie möglich mit unserem Pfarramt Verbindung aufzunehmen.

Bei diesen ersten Kontakten werden die zwei wichtigsten Termine festgelegt: Der Hochzeitstermin und der Zeitpunkt für das Traugespräch. Diese Rücksprache muss unbedingt vor der endgültigen Festlegung des Hochzeitstermins sein. Möglicherweise sind Fragen zu besprechen und zu klären, die Voraussetzung für die Planung der Trauung sind. Außerdem lassen sich so eventuelle Terminüberschneidungen vermeiden.

Etwa drei bis vier Wochen vor der geplanten Trauung findet das sogenannte Traugespräch statt, bei uns im Pfarramt oder - wenn Sie es wünschen - bei Ihnen zu Hause. Es dauert ca. 1 1/2 Stunden und dient dazu, sich kennen zu lernen, persönliche Fragen und die Bedeutung der kirchlichen Trauung zu besprechen und die Gestaltung des Traugottesdienstes zu planen.

Außerdem benötigen Sie für Ihre kirchliche Trauung ein Formular, welches Sie beim Traugespräch erhalten.

Unsere Gemeinde möchte Ihnen "zumuten", Ihre Trauung ganz ernst zu nehmen.

Sie können natürlich die gesamte Gestaltung des Gottesdienstes dem Pfarrer überlassen - von der Wahl des Trauspruchs über die Liedauswahl bis hin zur Segensformel.Sie haben aber auch die Möglichkeit, Ihre Trauung selber mitzugestalten. Der Rahmen des Traugottesdienstes ist zwar in etwa vorgegeben. Trotzdem haben Sie großen Spielraum für die eigene Gestaltung Ihrer Trauung. Hier ein paar Beispiele: Sie können sich Ihren Trauspruch aussuchen. Sie können sich aus vielen möglichen Bibeltexten die Lesungen zur Ehe auswählen, die Sie am meisten ansprechen. Sie dürfen mitbestimmen, wie die Traufrage lauten soll, die Ihnen gestellt wird. Sie können sich gegenseitig - statt der Traufrage - ein Trauversprechen geben. Die Lieder, die bei Ihrer Trauung gesungen werden, dürfen Sie sich wünschen. Ja noch mehr: die gesamte musikalische Gestaltung kann von Ihnen mitbestimmt werden. Wenn Sie z.B. eine Sängerin, einen Gospelchor singen lassen wollen oder eine Rockband spielen soll - bringen Sie sie mit. Sogar die Form der Fürbitten können Sie mitbestimmen. 

Sie sehen, Ihre Trauung kann zu einem Gottesdienst werden, den Sie nie vergessen, denn: Es war "Ihr" Gottesdienst. Sie haben ihn mitgestaltet.

 

Wichtiges zum Traugottesdienst

Am Standesamt wird die Ehe rechtsgültig geschlossen. Das Besondere der kirchlichen Trauung liegt in der Bitte um Gottes Beistand und Begleitung und im Zuspruch seines Segens. Darauf zielen die Worte "Ja, mit Gottes Hilfe", mit denen die Partner auf die Traufrage antworten.
Die Traufrage kann an beide Partner gemeinsam gerichtet werden oder auch nacheinander an jeden einzeln. Ebenso kann die Antwort gemeinsam oder einzeln gegeben werden.

" (Name) ", Ihr habt gehört, wie Gottes Wort zum gemeinsamen Leben ermutigt und zum Gelingen der Ehe hilft. Gott hat Euch einander anvertraut. Wollt Ihr in Eurer Ehe nach Gottes Willen leben und auf seine Güte vertrauen? Wollt Ihr in Freud und Leid zusammenhalten, Euer Leben lang? Wollt Ihr gemeinsam für andere da sein und tun, was dem Frieden dient, so sprecht: Ja, mit Gottes Hilfe:"

Das Brautpaar kann das Versprechen auch in einer gegenseitigen oder gemeinsamen Erklärung vor der Gemeinde geben, z.B. so:

" (Name) ", ich nehme dich als meine Ehefrau/meinen Ehemann aus Gottes Hand. Ich will dich lieben und achten, dir vertrauen und treu sein. Ich will dir helfen und für dich sorgen. Ich will dir vergeben, wie Gott uns vergibt. Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen, solange wir leben. Dazu helfe mir Gott."